Jugendzeltlager 2009

 

Das Jugendzeltlager ist ja eine feste Größe im Jahresplan der Veranstaltungen beim KSV. Treffpunkt war wie immer der Parkplatz an der Gemeindehalle. Leider konnten diesmal nur 9 Jugendliche teilnehmen, aber das sollte kein Beinbruch sein. Als die ihr Gepäck in den VW- Bus der Firma Tschirner + Fuchs verstaut hatten starteten wir Richtung Schwäbisch Hall, genau gesagt nach Baierbach bei Michelfeld. Dort angekommen wurde das Zelt der Jungs aufgebaut um auch gleich die erste Überraschung zu erleben. Die Zelthaut wollte irgendwie nicht zu den Stangen passen, man konnte es wenden wie man wollte. Kurze Stangen raus, lange rein und dann doch wieder zurück. Schließlich kam man dann zu der Erkenntnis, dass die Zeltverleiher eine Stange vertauscht hatten, ärgerlich aber nicht zu ändern. Also wurde mit Kabelbinder und Isolierband geschafft und so das Problem gelöst. Im Anschluss wurde die vereinseigene Kote aufgebaut. Ein Vorgang der mittlerweile schon halbautomatisch abläuft. Es ist immer wieder faszinierend wie gut sich dieses Zelt nach all den Jahren gehalten hat, es müssten immerhin schon an die 35 Jahre sein, denn die heutigen Betreuer hatten damals schon als Teilnehmer in ihr genächtigt oder sie als Küchenzelt benutzt. Nachdem alles verstaut war wurde auch schon der Grill angeworfen um leckere Hamburger zu brutzeln. Zwischenzeitlich waren bereits dunkle Wolken aufgezogen und kündigten eine kräftigen Gus an. Beim Holz sammeln wurde man dann gleich wieder daran erinnert dass es in den letzten Tagen häufig geregnet hatte. Kaum trockenes Holz war zu finden und das Feuer tat sich schwer richtig in Gang zu kommen. Um dieses saßen wir dann noch herum um Witze und sonstige Lebensweißheiten auszutauschen. Was sich ja schon lange angekündigt hatte traf dann auch ein, es begann ordentlich zu schütten. Wir verkrochen uns in die Schlafsäcke und lauschten dem beruhigenden Regen bis dann vollends Ruhe einkehrte.

 

Am nächsten morgen gab es wettertechnisch nichts neues, immer wieder Regen. Nach dem Frühstück hatten wir eigentlich einen Ausflug zum nahegelegenen Badesee eingeplant, doch immer wenn wir los wollten kam der nächste Gus. So verbrachten wir den Vormittag am Zeltplatz und machten unsere Rote auf dem Grill und nicht am Lagerfeuer, wir sind ja flexibel. Gegen Nachmittag kam dann doch noch die Sonne heraus und wir packten unsere Sachen und machten uns auf den Weg zum Neumühlsee. Dort wurde das Schlauchboot zu Wasser gelassen und ein wenig herumgepaddelt. Zurück am Zeltplatz hatte man es dann auf die Fahne unserer Zeltnachbarn abgesehen. „Die holen wir uns“ war man sich einig, nur eben warten bis es dunkel ist. Nachdem wir uns dann mit leckeren Fleischkäswecken mit viel Zwiebeln gestärkt hatten konnte die „Mission Fahne“ angegangen werden. Einfach anschleichen und schnappen ging aber leider nicht, die hatten irgendwas gespannt, denn einer war immer in der Nähe der Fahne. Nichts zu machen. Selbst in tiefster Gangart anschleichen unter den „feindlichen“ Tischen hindurch funktionierte nicht. Als letztes Mittel wollte man dann ein Ablenkungsmanöver starten, eine fingierte Schlägerei mit lauten Hilferufen sollte den Fahnebewacher ablenken. Aber auch die Aktion ging in die Hose, die Fahne blieb da wo sie war. So setzten wir uns unverrichteter Dinge noch ein wenig ums Lagerfeuer, gleiches Programm wie am Vortag, Witze, Lebensweisheiten usw.

 

 

Am nächsten morgen hatten wir endlich besseres Wetter, mit Sonneschein wurden wir begrüßt, doch der schwenkte ziemlich schnell in Dunkle Wolken um, unsere Fahne war weg. Welch eine Blamage. Was uns den ganzen Abend lang nicht gelang, hatten die irgendwie hingekriegt. Keiner der Betreuer konnte sich daran erinnern jemals so eine Schmach erlitten zu haben. Das Frühstück blieb einem sprichwörtlich im Hals stecken, unsere Fahne war weg. Mit gesenkten Häuptern nahmen wir unser Gsellsbrot zu uns, als dann auch schon ein paar Abgesandte der gegnerischen Gruppe aufmarschierten. „Wir erwarten Eure Angebote wenn ihr eure Fahne wieder haben wollt“. Tja, jetzt hatten wir den Salat. Jonas und Carl- Philipp wurden zu Verhandlungsführern ernannt und erhielten den Auftrag die Sache zu regeln. Mit argwöhnischer Miene beobachteten die anderen was da wohl ausbaldowert wird. Ob wir wohl denen ihr Geschirr spülen müssen? Mit Spannung wurde das Ergebnis erwartet, was müssen wir tun um unsere Fahne auszulösen? Die Verhandlungsführer hatten sich auf folgendes geeinigt: Kollektives ins Schlammloch sitzen, um 10 Uhr war die Übergabe angesetzt. Einige murrten zwar ein wenig aber die Aufgabe war ja doch nicht so schwer, saß man doch schon die letzten zwei Tage immer wieder im Schlammloch, jedoch freiwillig. Nun musste man und das ist schon ganz was anderes. Alle versammelten sich ums Schlammloch und nachdem unsere Fahne geholt wurde sprangen alle hinein. Die andere Gruppe genoss ihren Triumph, die Fahne wurde übergeben und dann zur Attacke geblasen. Wenn man nämlich im Schlammloch sitz kann man wunderbar Schlammbollen werfen, da geht die Munition nicht aus. Nachdem die Gegner dann fluchtartig den Rückzug antraten verließ man das Schlachtfeld und kehrte zum Zeltplatz zurück. Dort machten wir noch eine Teamolympiade mit den Disziplinen Sackhüpfen, Gummistiefelrennen und obendrüber untendurch. Jedoch immer zu zweit zusammengebunden. Die Teams wurden jedes Mal frisch ausgelost, da waren die Lacher vorprogrammiert. Kurz darauf kamen dann auch schon ein paar Eltern und wir bereiteten uns auf das Mittagessen vor. Leckere Maultaschen in der Brühe waren angesagt. Danach begann dann auch schon das große zusammenpacken. Alles wurde verstaut und wir traten die Heimreise an. Im Kronenhof noch alles ausgeladen und aufgeräumt und ein schönes Wochenende ging zu Ende.

 

Danke an Aberles Wurstküche für die Verpflegungsspende und Autohaus Tschirner + Fuchs fürs VW- Bussle.