25.04.2022

U-17 DM erfolgreich beendet

Das Ringen ist überragend aus der Pandemiezeit zurückgekehrt. Mit eindrucksvollen, qualitativ hochwertigen Deutschen Meisterschaften in beiden Stilarten, kann man sich eigentlich nur noch über die kommenden Events freuen. Und für alle, die die Möglichkeit hatten, vor Ort das Geschehen auf sich einwirken zu lassen – es war einfach nur geil … Bitte mehr davon. Und auch die KSV-Athleten haben ordentlich im Leistungssportsegment des Ringsports mitgemischt. Die Ergebnisse sind vielleicht nicht so, wie wir uns erhofft haben, aber die Leistung der Jungs war richtig stark. Und manchmal fehlt einfach nur das Quäntchen Glück, um auf das Podest zu kommen.
Team Gr.-Römisch: Daniel Schweng und Levi Ulamec hatten eine deutlich längere Anreise, als ihre Freistil-Kollegen. Ihre Deutschen Meisterschaften fanden im wunderschönen Werdau in Sachsen statt. Daniel, der in der 60 kg Klasse an den Start ging, startete mit zwei fulminanten Siegen in das Turnier, eine Niederlage gegen den späteren 2. platzierten und eine anschließende äußerst knappe Punktniederlage bescherten Daniel einen guten 9. Platz unter 24 Teilnehmern. Levi startete mit einer unglücklichen und umstrittenen Punktniederlage in das Turnier, konnte aber mit drei folgenden Schultersiegen durch seine Spezialtechnik sich wieder ins Turnier kämpfen. Durch zwei weitere Niederlagen platzierte er sich als Pool dritter und konnte seinen Finalkampf deutlich nach Punkten für sich entscheiden. Ein starker 5. Platz unter 26 Teilnehmer kann sich sehen lassen, auch wenn sicherlich hier der Anspruch höher war.
Team Freistil: Das Team „Freistil“, mit Felix Fecher, Emil Ulamec, Viktor Schlegel und Tobias Ulamec (in Funktion als Landestrainer) durften ihre DM im hessischen Hösbach auskämpfen. Was passiert, wenn in der Auslosung die Topfavoriten direkt am Anfang gegeneinander ringen dürfen, musste unser Felix Fecher am eigenen Leib erfahren. In der Gewichtsklasse bis 60 kg, war sein erster Gegner kein Geringerer als der spätere Deutsche Meister Manuel Wagin, der lediglich einen einzigen Wertungspunkt auf diesem Turnier abgegeben hat und sage und schreibe 67 Punkte in 6 Kämpfen erzielte. In seinem zweiten Kampf musste Felix alles auf eine Karte setzen und verlor dann auch diesen nach Punkten. 2 Kämpfe, 2 Niederlagen bedeuten das Aus im Turnier. Emil Ulamec ging in der Gewichtsklasse bis 65 kg an den Start. Mit 38 gemeldeten Teilnehmern war es ein bisschen die Königsklasse auf dieser Meisterschaft. Und Emil startete furios in das Geschehen. Mit 3 technischen Überlegenheitssiegen und einem Schultersieg ebnete er sich eine Top-Ausgangslage. Eine vermeidbare Punktniederlage gegen den späteren 3. platzierten und eine weitere vermeidbare Punktniederlage haben letztendlich den Traum vom Podium jäh einen Strich durch die Rechnung gemacht. Letztendlich platzierte sich Emil auf einem starken 7. Platz. Viktor Schlegel hatte in der Gewichtsklasse bis 80 kg,11 Teilnehmer und konnte sich mit einem technischen Überlegenheitssieg und einem fulminanten Schultersieg gegen einen klaren Favoriten in eine überragende Ausgangslage bringen. Im folgenden Kampf wurde es dann tatsächlich laut auf der Matte, da Viktor seinen Gegner auf den Schultern fest tackerte, die Kampfrichter aber einfach nicht abpfeifen wollten. Letztendlich verlor Viktor diesen Kampf äußerst knapp nach Punkten. In seinem letzten Poolkampf traf er dann auf einen praktisch unbezwingbaren deutschen Spitzenringer. Letztendlich konnte er im Finale um Platz 5 + 6 sein Können nochmals unter Beweis stellen und besiegte hier seinen Gegner klar nach Punkten.
Jungs, das war eine spitze Performance, auch wenn die Platzierungen vermutlich nicht euren Erwartungen entsprochen haben. Wir sind unfassbar Stolz auf euch.
Und die Reise geht ja weiter. Am kommenden Wochenende startet der KSV Neckarweihingen an der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Heusweiler im Saarland, bevor das Wochenende darauf Felix und Levi bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren an den Start gehen. Wir können uns also nicht über zu wenig Ringsportevents im Verein echauffieren :-). TU